Unternehmen, die Marimo einsetzen, sollten die Schwachstelle CVE-2026-39987 umgehend patchen.
▸▾Herleitung der Bewertung(7)
Wie der Wert zustande kommt
- Im CISA-KEV-Katalog: CVE-2026-39987+25
- Hoechster CVSS-Basiswert 9.8+18
- EPSS 98.9 % Ausnutzungswahrscheinlichkeit binnen 30 Tagen+15
- Wird laut Meldung tatsaechlich ausgenutzt: active exploitation+12
- Ohne Anmeldung ueber das Netz ausnutzbar (CVE-2026-39987, CVSS-Vektor AV:N/PR:N)+10
- Belegte Angriffskette ueber 4 Kill-Chain-Phasen+6
- Betrifft KRITIS-nahe Branche: finanzen+5
Woraus sich die Konfidenz ergibt
- Nur ein Herausgeber — keine Gegenlesung
- Strukturierte CVE-Daten aus der NVD vorhanden
Die Konfidenz misst die Belegqualität, nicht die Schwere.
Einschränkungen
- 2 im Text genannte CVE(s) liegen uns nicht vor und gehen nicht in die Bewertung ein: CVE-2021-33044, CVE-2021-33045
Bewertung v1.1, deterministisch berechnet. Bedrohungswert und Konfidenz sind getrennte Größen.Methodik
Human Attacker Exploits Marimo RCE, Reaches SSH Bastion in Eight Seconds
Ein erfahrener Angreifer nutzte eine kritische RCE-Schwachstelle (CVE-2026-39987) in Marimo-Notebooks aus, um in nur acht Sekunden von der Kompromittierung zum SSH-Bastion-Host zu gelangen. Betroffen sind alle Marimo-Versionen, wobei der Angreifer über neun Stunden hinweg über 850 Befehle ausführte und dabei handgeschriebene Skripte verwendete. Unternehmen, die Marimo einsetzen, sollten die Schwachstelle umgehend patchen und ihre Systeme auf ähnliche Aktivitäten überprüfen.
SecBoard-Einordnung
Diese Schwachstelle ermöglicht einem Angreifer die Remote-Code-Ausführung und einen schnellen Pivot zu kritischen Infrastrukturen wie SSH-Bastion-Hosts und AWS-Anmeldeinformationen, was zu weitreichenden Kompromittierungen führen kann. Die Geschwindigkeit des Angriffs (acht Sekunden bis zum Bastion-Host) unterstreicht die Dringlichkeit.
Realistisch schlimmster Fall: Im schlimmsten Fall könnte ein Angreifer nach der Kompromittierung des Marimo-Notebooks vollen Zugriff auf die AWS-Infrastruktur und andere verbundene Systeme erhalten, was zu Datenexfiltration, Systemmanipulation oder der Bereitstellung weiterer bösartiger Software führen kann.
Empfehlung: Unternehmen, die Marimo einsetzen, sollten die Schwachstelle CVE-2026-39987 umgehend patchen. Zusätzlich sollten AWS Secrets Manager und SSH-Bastion-Host-Konfigurationen auf Anzeichen einer Kompromittierung überprüft werden.
Im erfassten Bestand
- ▸CVE-2026-39987 kommt damit in 9 erfassten Meldungen der letzten 90 Tage vor.
- ▸CVE-2026-39987 stand zum Zeitpunkt dieser Meldung seit 145 Tagen im KEV-Katalog der CISA.
Gezählt im eigenen Bestand, rückwärts ab dem Erscheinungsdatum. Das ist Belegstärke, keine Aussage über die Häufigkeit in der Welt.
Key Facts
- CVSS
- 9.8 · CRITICAL
- EPSS
- 98.9%
- Über das Netz
- ja
- Anmeldung nötig
- nein
- Nutzerinteraktion nötig
- nein
- Angriffskomplexität
- niedrig
- Beeinträchtigt
- Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit
- im KEV seit
- 2026-04-23
- Patch
- unbekannt
Im Text genannt, liegt uns aber noch nicht vor.
Im Text genannt, liegt uns aber noch nicht vor.
Betroffen
Unternehmen, die Marimo-Notebooks in ihren Umgebungen einsetzen, sind betroffen, insbesondere wenn diese mit AWS-Diensten oder SSH-Bastion-Hosts verbunden sind.
Hersteller
Produkte
Prüfen
3- ▸Überprüfen Sie alle Marimo-Installationen auf die Anwendung des Patches für CVE-2026-39987.
- ▸Überprüfen Sie die Protokolle von SSH-Bastion-Hosts und AWS Secrets Manager auf ungewöhnliche Zugriffe oder Aktivitäten, die auf eine Kompromittierung hindeuten könnten.
▸ 1 weitere▾ weniger
- ▸Führen Sie eine Überprüfung der AWS-Anmeldeinformationen durch, die von Marimo-Instanzen verwendet werden, um sicherzustellen, dass keine unbefugten Zugriffe stattgefunden haben.
Offene Punkte
3▸ anzeigen▾ ausblenden
- ▸Es ist nicht spezifiziert, welche spezifischen Versionen von Marimo die Schwachstelle aufweisen, außer dass 'alle Marimo-Versionen' betroffen sind.
- ▸Der genaue Mechanismus der AWS-Anmeldeinformationsbeschaffung ist nicht detailliert beschrieben.
- ▸Es ist nicht spezifiziert, welche spezifischen Branchen oder geografischen Regionen primär betroffen sind.
Red-Team-Relevanz
Was heißt das für dein nächstes Assessment?
▸ Einordnung anzeigen▾ Einordnung ausblenden
- Initial Access möglich?Ja
- Privilege Escalation relevant?Unklar
- Exploit öffentlich verfügbar?Ja
- Detection / Logging prüfbar?Ja
- Für Purple-Team-Szenario geeignet?Ja
Kundenfragen
- Haben wir WordPress extern erreichbar?
- Können wir Reconnaissance detektieren?
- Können wir Resource Development detektieren?
MITRE ATT&CK(14)
Techniken aus allen Quellen zusammengeführt — nach Stärke des Belegs sortiert.
„von der Kompromittierung zum SSH-Bastion-Host zu gelangen“
„der Angreifer über neun Stunden hinweg über 850 Befehle ausführte und dabei handgeschriebene Skripte verwendete“
„Ein erfahrener Angreifer nutzte eine kritische RCE-Schwachstelle (CVE-2026-39987) in Marimo-Notebooks aus“
„harvesting AWS credentials“
Mehrere Herkünfte bei derselben Technik heißt: mehrere unabhängige Wege führen dorthin.
Kill-Chain-Phasen
Wie weit im Ablauf die belegten Techniken liegen — je Technik die früheste Phase.
Auskundschaften
1
Bewaffnung
7
Zustellung
0
Ausnutzung
1
Einnistung
0
Fernsteuerung
1
Zielhandlung
0
Quellen & Belege· 1 Quelle
Redaktionelle Berichterstattung, meist Zweitverwertung einer Primaerquelle.
- Nur eine Quelle — der Sachverhalt ist an keiner zweiten Stelle gegengelesen.
Verknüpfte Intelligence
Dieselben Entitäten an anderer Stelle auf SecBoard.
CVE-Profile
Branchenlage
ATT&CK-Heatmap